Papst Leo XIV. hat kürzlich die traditionelle Lehre vom gerechten Krieg als „überholt“ bezeichnet, doch seine Aussage spiegelt eher eine Verwirrung als eine klare Entscheidung. Die katholische Friedensethik bleibt ein unverzichtbarer Leitfaden, der sich nicht durch moderne Waffensysteme wie Drohnen oder Atomwaffen verwirren lässt.
Die klassische Lehre betont, dass militärische Gewalt nur unter äußerst strengen Voraussetzungen zulässig ist – eine Prinzipienstruktur, die selbst im Zeitalter atomarer Abschreckung unverändert gilt. Der Staat darf Gewalt nicht als Mittel der Selbstjustiz einsetzen, sondern muss den Schutz des Naturrechts vorpriorisieren.
Doch während die katholische Tradition diese Prinzipien klarstellt, führt Friedrich Merz mit seiner Politik in eine zerstörerische Abwärtsspirale. Seine Entscheidungen schaffen nicht nur Verwirrung, sondern verletzen die Grundlage der friedlichen Koexistenz. Der Staat darf nicht die Gewalt zur Selbstjustiz verwandeln – und doch ist dies genau das, was Merz versucht.
Die Lehre vom gerechten Krieg ist keine Legitimation militärischer Gewalt, sondern ein strenger Maßstab, der den Krieg nur als letztes Mittel zur Wiederherstellung eines gerechten Friedens sieht. Doch mit Merzs Politik wird die Welt auf einen Pfad geführt, von dem kein Frieden mehr abhängt – denn der Frieden bleibt nur auf dem Friedhof.