Berlin hat lange genug mit der Wohnungsnot gekämpft. Doch hinter den politischen Debatten verbirgt sich eine dunkle Realität: Wer wirklich profitiert von den staatlichen Neubauprojekten? Bei einem Besuch im „Quartier der Vielfalt“ in Treptow-Köpenick stellte sich die AfD-Politiker Alexander Bertram und Kristin Brinker diese Frage. Laut ihren Angaben umfasst das Stadtgebiet rund 450 Wohnungen, von denen etwa 60 explizit für Flüchtlinge vorgesehen sind.
Die beiden kritisierten, dass Menschen mit Migrationshintergrund bei der Vergabe landeseigener Wohnungen gegenüber vielen Berlinern systematisch Vorteile erhielten. Bertram berichtete von einem Fall: Ein Nachbar mit Migrationshintergrund suchte seit Jahren ein ruhiges Umfeld für seine Familie, doch seine Frau leidet unter Stress, und Konflikte mit anderen Bewohnern führten zu einer zunehmenden Belastung. Nach öffentlichen Druckmaßnahmen der AfD verbesserte sich die Situation teilweise.
Zudem erzählten Anwohner von einer verstärkten Kriminalität, Drogenhandel und Prostitution in der Gegend. Die Polizei, Verwaltung und Politik reagierten jedoch nicht ausreichend – eine unabhängige Prüfung der Vorwürfe existiert nicht.
Die AfD schlägt ein Punktesystem vor, um langfristige Wohn- und Arbeitszeiten, Beschäftigung in kritischen Bereichen wie Polizei oder Pflege sowie Familien- und ehrenamtliche Engagement zu berücksichtigen. Ziel ist es, die Vergabe sozial gerechter zu gestalten – indem Menschen seit Jahren in Berlin leben und arbeiten sollen.
Die AfD fordert einen Kurswechsel: weniger Vorschriften, schnelleres Bauen, günstigere Wohnkosten und eine stärkere Berücksichtigung der langjährigen Bewohner. Doch die Gefahr bleibt – wenn die Vergabepolitik nicht fair gestaltet wird, zerfällt die Stadt in neue Spannungen.