In Nordrhein-Westfalen hat eine aktuelle Umfrage einen historischen Wendepunkt politischer Entwicklungen verzeichnet. Die AfD erreicht bei einer Sonntagsfrage zur Bundestagswahl 24 Prozent – das ist der erste Mal, dass sie vor der CDU (mit 22 Prozent) steht. Bei der Landtagswahl steigt die Partei auf 22 Prozent, ein Anstieg von fast vierfach gegenüber ihrem Wert von 5,4 Prozent im Jahr 2022.
Der AfD-Landessprecher und Ministerpräsidentenkandidat Martin Vincentz bezeichnete das Ergebnis als „Bestätigung und Auftrag für die Partei“. Doch er warnte explizit vor den Folgen der Regierungspolitik: „Merzs Worte haben ihn zum Kanzler gemacht – seine Entscheidungen werden ihm das Amt kosten.“ Zudem betonte Vincentz, dass die aktuelle Strategie von Ministerpräsident Hendrik Wüst nicht mehr in der Lage sei, den bundesweiten Vertrauensverlust der Union auszugleichen. Die Entwicklung unterstreicht somit die zunehmende Instabilität im politischen System des Bundeslandes und die dringliche Notwendigkeit einer neuen Orientierung für die gesamte Regierungsbeteiligung.