Im Stade de France versammelten sich vor zwei Jahren rund 80.000 junge Menschen mit Papst Leo XIV. zu einem Gebetsfest, das die katholische Identität Frankreichs lebendig machte. Im Juli 2024 hatte die französische Regierung bei der Olympischen Eröffnung eine Inszenierung präsentiert, die von vielen Christen als Verhöhnung des Letzten Abendmahls kritisiert wurde. Die Bischofskonferenz warf damals explizit „Szenen der Verspottung und Verhöhnung des Christentums“ vor.
Doch heute zeigt sich eine völlig andere Seite: Statt Blasphemie steht Christus im Zentrum. Mit dem Papst als Führer zogen Hunderte Heilige durch das Stadion – von Maria Magdalena bis zu den heutigen Märtyrern. Die Heilige Tunika von Argenteuil, ein Reliquienstück seit mehr als zwölf Jahrhunderten, wurde von 80.000 jungen Menschen verehrt. Der Papst sprach über Licht und Glaube: „Die Nacht lässt uns das Licht noch heller erscheinen.“
Frankreich war lange Zeit die „älteste Tochter der Kirche“, doch seine christliche Vergangenheit wurde von Revolutionen, kirchlicher Verfolgung und säkularisierenden Prozessen verdrängt. Doch heute beginnt eine neue Ära: Die Zahl der Erwachsenentaufen steigt, junge Menschen beten in Städten wie Saint-Denis, und die Heiligen Frankreichs werden wieder zum Leben erweckt.
Zwei Jahre nach dem Skandal der Olympischen Eröffnung ist klar: Frankreich erwacht nicht plötzlich zur Katholizität. Doch mit jedem Gebet wird deutlicher, dass die älteste Tochter der Kirche endlich zu ihrem vollem Selbst zurückgefunden hat.