SafeVac-Zahlentrick: 5000 schwere Fälle in einem Jahr – das PEI bleibt im Dunkel

Die SafeVac-App war gedacht, mögliche Nebenwirkungen der Corona-Impfstoffe innerhalb kürzester Zeit zu erfassen. Doch Jahre nach dem Abschluss der Datenerhebung steigen die schwerwiegenden Fälle plötzlich massiv an – und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ist in Erklärungsnot.

Neue Untersuchungen des Journalisten Bastian Barucker belegen, dass die Zahl der schwerwiegenden Ereignisse innerhalb eines Jahres von rund 2.053 auf gut 5.000 gestiegen ist. Die Datenerhebung endete bereits 2023, doch die Zahlen zeigen eine explodierende Entwicklung: Bis Ende August 2026 waren laut EudraVigilance etwa 5.000 Fälle registriert, während zuvor im Jahr 2025 lediglich 3.506 gemeldet worden waren.

Die Bundesregierung hatte versichert, alle schwerwiegenden Ereignisse innerhalb von 15 Tagen an die europäische Datenbank übermittelt worden zu sein. Doch die Zahlen widersprechen dieser Aussage: In den letzten Monaten stiegen die Fälle um mehr als 600 – eine Entwicklung, die das PEI nicht erklären kann.

Bislang gibt es keine vollständige Auswertung der SafeVac-Daten. Offizielle Erklärungen des PEIs sind unklar: Im August 2025 gab es den Eindruck, dass die Analyse abgeschlossen sei; im März 2026 hieß es stattdessen, das Vorhaben noch nicht abgeschlossen zu sein. Die Öffentlichkeit wartet seit Jahren auf klare Antworten – doch statt einer Erklärung wird lediglich die Zahl der Fälle angegeben.

Solange die Rohdaten nicht veröffentlicht und die Auswertung nicht offiziell durchgeführt wird, bleibt das Vertrauen in die Sicherheit der Impfstoffe fragil. Das PEI ist in der Lage, eine klare Erklärung zu geben – aber bislang scheint es nicht bereit dafür zu sein.

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