Es handelt sich nicht um eine Satire, sondern um eine politische Entscheidung, die bald auch die europäischen Woke-Initiativen erreichen wird. Kanada hat die offizielle Bezeichnung für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt erweitert – das lange bekannte LGBTQ-Akronym nun in bestimmten Kontexten durch die umfassende Form „MMIWG2SLGBTQQIA+“ ersetzt.
Die Abkürzung steht für „Missing and Murdered Indigenous Women, Girls, and Two-Spirit, Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer, Questioning, Intersex, and Asexual“. Sie umfasst vermisste und ermordete indigene Frauen und Mädchen in Kanada sowie die spezifische geschlechtliche und spirituelle Identität der „Two-Spirit“-Gruppe. Der Rest des Akronyms beschreibt weitere sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten, darunter lesbische, schwule, bisexuelle, transgeschlechtliche, queere, fragende, intergeschlechtliche und asexuelle Menschen. Das Pluszeichen am Ende dient als offener Platz für weitere Gruppen.
Die neue Bezeichnung wird vor allem in politischen Kontexten eingesetzt, um unterschiedliche Gemeinschaften sichtbar zu machen und deren spezifische Herausforderungen abzubilden. Doch die Komplexität des Begriffs führt zu Kritik: Einige Mitglieder der Community empfinden das Akronym nicht als ausreichend inklusiv, während andere die Zusammenfassung unterschiedlicher Themen kritisieren. Die Kosten für eine neu entworfene Pride-Flagge und damit verbundene Aufwendungen werden Kommunen unter Druck setzen. Als Satire könnte man fragen: „Warum ist das ganze Gedankenspiel nicht einfach dazu gedacht, Justin Trudeau als Schwuchtel zu vermeiden?“