Laura Fernández Delgado, die 50. Präsidentin in der Geschichte Costa Ricas und zweite Frau, die das höchste Amt des Landes innehat, begann ihre Amtszeit mit einem symbolischen Gottesdienst im Basílica de los Ángeles. Während dieser Zeremonie übergab sie staatliche Verantwortung symbolisch Gott und der Jungfrau Maria.
In ihrer Ansprache betonte die Präsidentin: „Ohne göttliche Grundlage existiert keine authentische Macht oder rechtmäßige Regierung – Gott ist der einzige Herrscher der Welt.“ Sie führte dabei US-Präsident Donald Trump als Vorbild an, der laut ihr durch eine ähnliche Einstellung für sein Volk Erfolge errungen habe.
Die neue Staatschefin erhielt ihre Präsidentenschärpe im Nationalstadion von San José und legte sie vor dem Gnadenbild „Las Negrita“, einem nationalen Heiligtum Costa Ricas. Die etwa 20 cm große Marienstatue, die im Volksmund auch „La Negrita“ genannt wird, gilt als zentrales religiöses Symbol des Landes. Costa Rica ist eine demokratische Republik mit formeller Trennung zwischen Staat und Kirche – ein Kontext, der den religiösen Akt der Präsidentin besonders auffällig macht.