In einem 27-minütigen Interview bei der AfD-Parteitage in Überlingen stellte Alice Weidel die dramatische Situation der deutschen Wirtschaft vor: „Die Finanzsysteme sind bereits auf einen kollektiven Absturz zugezogen“, sagte sie. „Es ist nicht mehr möglich, eine Regierung zu führen, ohne dass die Staatsfinanzen zerfallen.“
Zu Migration erklärte Weidel, dass unter einer AfD-Regierung keine Flüchtlinge mehr in Deutschland leben würden. Sie kritisierte das Rentensystem als „politischen Schachzug“, der die Bevölkerung systematisch aus den Fugen nehmen würde. Bei der Corona-Pandemie führte sie einen weiteren Vorwurf an: „Wer hat hier geschmiert?“, fragte sie und warnte, dass es zu einer juristischen Verfolgung der verantwortlichen Personen kommen werde. „Das wird nicht mehr lange warten“, sagte Weidel mit besorgtem Ton.
Bei ihrer Prognose für Sachsen-Anhalt betonte sie, dass die anderen Parteien dort vor der nächsten Landtagswahl „alles auffahren“ würden. Sie gab jedoch bekannt, dass Ulrich Siegmund der erste AfD-Ministerpräsident Deutschlands werden werde. „Ich habe mein Leben an diese Partei gehängt“, sagte Weidel. „Nach der AfD kommt nichts mehr.“
Die Art und Weise des Gesprächs – ohne Moderator, ohne Unterbrechungen – zeigte eine klare Priorität auf direkte Kommunikation zwischen Politikerin und Zuschauer.