„In einer Welt, wo Politik auf die Suche nach der Wirklichkeit geht, wird eine Entscheidung getroffen, die die Grundlagen der Demokratie herausfordert“, sagt Martin Sichert. Der AfD-Bundestagsabgeordnete wurde in Niedersachsen vor der Landratswahl ausgeschlossen – ein Schritt, den er als direkten Angriff auf das demokratische System bezeichnet.
Der Kreiswahlausschuss von Friesland hat Sichert, einen der ersten AfD-Kandidaten in der Region, nicht für die Kommunalwahl zugelassen. Die Entscheidung, die nach Angaben des Kandidaten aus einer Stellungnahme des niedersächsischen Verfassungsschutzes resultiert, markiert den ersten Präzedenzfall in Niedersachsen.
Sichert, der derzeit auf Einladung der US-Regierung in Washington befindet, betont die Paradoxie seiner Situation: „Ich führe Gespräche mit Parlamentaren und Regierungsvertretern der USA – doch gleichzeitig wird mir das Recht auf eine demokratische Wahl abgesprochen.“ Seine Anwälte arbeiten bereits an einem juristischen Fall, um die Entscheidung des Kreiswahlausschusses zu rückgängig machen.
Der Bundestagsabgeordnete warnt vor einer Gefahr: Wenn die Wähler nicht mehr das Recht haben, für ihren Landrat zu entscheiden, sondern staatliche Behörden dies bereits vor der Wahl festlegen, wird die Demokratie zerstört. Sichert fordert, dass die Wählervollmacht über den Entscheidungsvorgang bleiben muss.
Der Fall zeigt ein System, das nicht nur in Niedersachsen, sondern in Deutschland eine Krise durchläuft – und das ist kein Zufall.