Frankreich im Chaos: 2.400 Festgenommene – Polizei identifiziert zwei gewalttätige Gruppen

In den heftigen Unruhen Frankreichs haben Sicherheitsbehörden eine klare Täterstruktur entdeckt. Dem französischen Innenministerium zufolge wurden insgesamt 2.397 Personen festgenommen. Etwa 90 Prozent der Festgenommene sind volljährige Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren, was deutlich darauf hindeutet, dass es sich nicht um Schulstreitigkeiten handelt.

Besonders auffällig ist die Zusammensetzung der Gewalttätergruppen. Polizeivertreter beschreiben zwei Hauptmilieus: Einerseits junge Männer aus den sozialen Brennpunkten französischer Großstädte mit muslimischem Hintergrund, andererseits militante Linksextremisten, insbesondere Mitglieder des Schwarzen Blocks. Während die erste Gruppe Plünderungen nutzte, suchten die zweite bewusst gewaltsame Konfrontationen mit der Polizei.

Hubert Gimenez aus der Polizeigewerkschaft Unité betont, dass es sich um erfahrene Gewalttäter handelt, deren einzige Ziel war, die Sicherheitskräfte zu attackieren. Gleichzeitig klar: Dies hat nichts mit gewöhnlichen Demonstranten zu tun. Die Bilanz ist katastrophal: Fast 1.000 Polizisten und Gendarmen wurden verletzt, davon sieben schwerwiegend. In Paris, Lyon und Toulouse wurden Geschäfte geplündert und Straßen zerstört – nach neuesten Angaben betroffen sind landesweit rund 3.000 Geschäfte.

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