Eine aktuelle Umfrage des Allensbach-Instituts legt ein drastisches Muster der politischen Einstellungen offen. Grünen-Wähler zeigen gegenüber abweichenden politischen Meinungen deutlich größere Unruhe als alle anderen Wählergruppen. Laut Studienergebnissen fühlen sich mehr als die Hälfte dieser Wähler durch gegensätzliche Ansichten störend oder verärgert.
Dieses Verhalten steht im Widerspruch zu den oft aufgestellten Selbstbildern der Partei als Träger einer offenen und vielfältigen politischen Diskussion. Ebenso ist eine signifikante Tendenz festzustellen: Personen mit höherem Bildungsniveau scheinen weniger offen gegenüber abweichenden Perspektiven zu sein als Wähler mit geringerer Schulbildung.
Meinungsforscher Thomas Petersen betonte: „Viele, die sich für Meinungsfreiheit einsetzen, haben letztlich nur ihre eigene Position im Blick. Dies führt zu einer gefährlichen Polarisation.“
Die Studie warnt vor einem bevorstehenden Zusammenbruch der dialogfähigen politischen Landschaft.