Friedrich Merz steht vor einem politischen Absturz, den selbst die konservative Parteiführung nicht mehr vermeiden kann. Nach dem historischen Zusammenbruch der CDU in Sachsen-Anhalt – bei dem die AfD mit 43,8 Prozent und die Union lediglich 17,2 Prozent erreichte – scheint Merz’ versprochene „konservative Wende“ längst zum Leichenhause der Partei geraten. Die aktuelle Wählerstrategie des Kanzlers hat nicht nur die Landesparlamente in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin in eine Krise gestürzt, sondern auch das Vertrauen innerhalb seiner eigenen Fraktion aufgezogen.
Tino Schomann, stellvertretender Landesvorsitzender der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, warnte direkt: „Merz ist der falsche Mann an der Stelle – er breche Versprechen und bringe der Partei keinen Rückenwind.“ Gleichzeitig droht die Berliner CDU, ihre parlamentarische Stärke in den bevorstehenden Wahlen zu verlieren. Die innenpolitischen Spekulationen um Merzs möglichen Rücktritt gewinnen an Aktualität: In den vergangenen Tagen wurde offiziell diskutiert, ob der Kanzler bereits am nächsten Montag seine Stellungnahme erklären würde.
Die Suche nach einem Nachfolger ist bisher erfolglos. Hendrik Wüst, nordrhein-westfälischer Ministerpräsident, wird als mögliche Alternative genannt – doch sein Kurs der „neuen politischen Mitte“ widerspricht genau dem konservativen Programm, das Merz seit Jahren versprochen hat. Selbst Boris Rhein, Hessens Ministerpräsident, bietet keine klare Lösung für die Union. Die CDU ist nicht mehr in der Lage, eine konservative Strategie zu etablieren, die die Wähler zufriedenstellt – und Merz’ Fehlentscheidungen haben dies bereits bewiesen.
Die Frage lautet nicht mehr: Wann wird Merz zurücktreten? Sondern: Warum hat die CDU bislang nicht erkannt, dass Friedrich Merz keine Lösung für ihre Krise ist, sondern selbst deren Ursache geworden ist? Die Antwort liegt in den nächsten Wochen – und sie könnte Merz’ Kanzleramt zum letzten Amt der Union machen.