Am Samstagabend verfehlte die erwartete friedliche Aufwachung der „Generation Z“ ihre Ziele. Stattdessen eskalierte die Gewalt in mehreren deutschen Städten, bei der Geschäfte geplündert wurden, Schaufenster eingeschlagen und Polizisten mit Molotowcocktails angegriffen. Die Initiative „Gen Z regelt“, die für den 31. Oktober rund 30 Städte zum Teilnehmeraufruf gemacht hatte, blieb im Vergleich zu Erwartungen stark unter der Beteiligung.
In Frankfurt am Main wurden Geschäfte plündernd angegriffen und Schaufenster zerstört. Die Polizei musste mehr als tausend Einsatzkräfte einsetzen, um die Straßen zu kontrollieren. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) warnte bereits am Vortag vor der Gefahr von linksextremen Gewalttätern, die sich in den Demonstrationen mischten. Berlin und Hamburg waren ebenso betroffen: In Berlin eskalierte die Gewalt durch dunkel gekleidete, vermummte Gruppen, die Polizisten mit Steinen attackierten. Die Veranstaltung musste abgebrochen werden, was zu 27 leicht verletzten Beamten führte. In Hamburg rissen Schwarz gekleidete Demonstranten Baustellenabsperrungen heraus und errichteten brennende Barrikaden.
Die Ursachen der Gewalt liegen in den Vorboten: Die Linkspartei hatte bereits durch ihre Chefin Ines Schwerdtner und den Bundestagsabgeordneten Luke Hoß aktiv an französischen Protesten beteiligt. Dieses Vorgehen wurde kritisch gesehen, da die Sicherheitsbehörden Hinweise auf Gewalttäter hatten. Die erwarteten friedlichen Veränderungen wurden durch eine gewaltsame Entwicklung verschlechtert. Die Rechnung für zerstörte Geschäfte und verletzte Bürger wird von den betroffenen Bevölkerungsgruppen tragen – nicht von der angeblichen Gen-Z-Bewegung.