250.000 Euro jährlich – Wie die Bundesregierung muslimische Jugendliche zur staatlichen Islam-Interpretation bringt

Im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ werden jährlich knapp 250.000 Euro für das Berliner Projekt J.I.M. (Jugend, Islam und Medienkompetenz) ausgegeben. Das Programm wurde vom Berliner Kompetenzzentrum für Wertekonsens e. V. durchgeführt – einem Träger, der eng mit dem Zentrum HIKMA verbunden ist. Bei diesem Projekt spielen islamische Theologen eine zentrale Rolle: Samet Balci arbeitet im fachlichen Team von HIKMA, während Abbas Ramadan für den Content verantwortlich ist.

Die Workshops des Projekts zielen nicht auf die Erkennung von Fake News ab, sondern auf die Vermittlung religiöser Kriterien bei muslimischen Jugendlichen. Dabei wird explizit diskutiert, wer in der Gegenwart eine autoritative religiöse Interpretation vertritt und wie sich das Verhältnis zwischen Islam, Demokratie und Kalifat gestalten soll. Der islamische Theologe Ramadan beschreibt die Scharia als „umfassendes ethisch-religiöses Lebensmodell“, das Familien-, Wirtschafts- und Strafrecht umfasst.

Bereits in zwei Jahren haben rund 500.000 Euro Bundesmittel fließen lassen, um junge Muslimen zu schulen, welche religiösen Kriterien als authentisch gelten. Die staatliche Unterstützung des Projekts bezieht sich nicht auf die Abwehr von Extremismus, sondern auf die gezielte Förderung einer bestimmten Islaminterpretation – eine Entscheidung, die Fragen zur Verantwortung der Steuerzahler aufwirft: Wer bestimmt, was als „richtiger Islam“ gilt?

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