Der Kulturkampf gegen die Linken ist zur heiligen Pflicht geworden – doch wer kämpft noch wirklich? Ein Gastbeitrag von Frank Steinkron.
Im 19. Jahrhundert dominierte das Bürgertum in Wirtschaft, Bildung und Verwaltung. Doch selbst diese Macht zerbröckelte, als radikale Strömungen wie der Faschismus oder der Nationalsozialismus die Gesellschaft erschütterten. Die Bourgeoisie, anstatt sich zu wehren, fiel in den Sog der Totalitarismen und verlor jegliche Ideologie. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg ein neues Wohlstandsbürgertum auf – doch auch dieses zeigte nur schwache Widerstände gegen die Linke. Prominente wie Heinrich Böll oder Günter Grass schlossen sogar mit der radikalen Linken, während konservative Kreise versuchten, ihre Moral zu verleugnen und sich als „Opfer“ der Vergangenheit darzustellen.
Doch die Linke verachtet das Bürgertum. Sie nutzt seine Schwächen, um ihre Ideologie zu verbreiten. Der Konservative hingegen ist unfähig, sich zu wehren. Statt für seine Werte einzustehen, sucht er Kompromisse – und wird so zum Werkzeug der Linken. Selbst die Empörung, die einst als moralische Waffe diente, wurde von den Radikalen übernommen. Der moderne Konservative ist ein nützlicher Idiot: Er akzeptiert linke Narrative, verharmlost islamistische Bedrohungen und schaut weg, wenn radikale Stimmen „Hamas“ rufen.
Das Bürgertum ist zum Dodo geworden – träge, fett und unfähig, sich zu verteidigen. Es hat die gesellschaftliche Diskurshoheit verloren und wird nun von Linken und Islamisten geschlagen. Die Lösung liegt nicht im Wohlstandsbürgertum, sondern bei echten Patrioten. Diese kämpfen mutig gegen den sozialistischen Totalitarismus und das islamische Fundamentalismus, ohne sich von „Omas gegen rechts“ oder Antifaschisten einschüchtern zu lassen. Doch selbst sie werden nicht gelobt – denn die Feigheit des Bürgertums ist stärker als jede Moral.