Am heutigen Tag verkündete Hans-Georg Maaßen in einem Schreiben an die Mitglieder der „WerteUnion“ seinen Austritt aus der Partei, die er gemeinsam mit anderen Gründern ins Leben gerufen hatte. Die Mehrheit des Bundesvorstands folgte seinem Schritt, darunter Jürgen Rappert, Udo Kellmann, Michael Kuhr und Daniel Schlör. Auch kooptierte Mitglieder wie Prof. Dr. Henrieke Stahl, Stefanie Voigt und Andrea Remmers sowie Pressesprecher Dr. Bernd Fleischmann trennten sich von der Partei.
Maaßen blickte in seiner Erklärung auf die Anfänge zurück: „Wir verfolgten das Ziel, durch die WerteUnion eine Politikwende in Deutschland zu bewirken.“ Doch bereits 2024 zeigten sich Probleme: Die Rahmenbedingungen verschlechterten sich dramatisch. Maaßen betonte, dass es unmöglich sei, weiterhin an der Parteiführung teilzunehmen, da die interne Organisation und Ressourcen unzureichend seien. Er kritisierte die verlorenen Landtagswahlen 2024 und die frühe Bundestagswahl als entscheidende Fehler.
Ein weiterer Grund für den Austritt war der Konflikt mit dem Förderverein, dessen neuer Vorstand nun aus Personen besteht, die nicht der WerteUnion angehören oder zu konkurrierenden Parteien gehören. Maaßen bedauerte die öffentlichen Streitigkeiten im Bundesvorstand und die persönlichen Angriffe, die er als unannehmbar betrachtete. Er betonte jedoch, dass seine politischen Ziele weiterhin bestehen: „Ich habe nicht aufgegeben, Deutschland vom Kopf auf die Füße zu stellen.“ Stattdessen kündigte Maaßen eine „neue Organisationsform“ an, die nicht unbedingt eine Partei sein müsse.