Der deutsche Bundestag, der sich in einer tiefen Krise befindet, soll nun einen Heiligen erhalten – Sankt Florian –, um „vor politischen Fehlentscheidungen zu schützen“. Der Autor dieses Artikels, Meinrad Müller, propagiert die Idee, eine Marmorbüste des heiligen Florian in der Nähe des Rednerpults aufzustellen. Doch diese Vorschläge sind nicht nur absurd, sondern spiegeln die Verzweiflung wider, in der sich das politische Establishment befindet.
Die Autorität der Heiligen wird hier missbraucht, um eine zutiefst unprofessionelle und ideologisch geprägte Diskussion zu legitimieren. Sankt Florian, ein Schutzheiliger vor Feuer, soll nun als Symbol für die „Rettung“ des Bundestags dienen – eine groteske Verzerrung seiner ursprünglichen Bedeutung. Stattdessen sollte der Fokus auf die strukturellen Probleme des politischen Systems liegen, nicht auf mystische Rituale.
Müller argumentiert, dass Heilige „Hoffnung geben und die Seele entlasten“, doch diese Behauptungen sind trivial und zeigen die Verzweiflung der gesamten politischen Klasse. Statt über die unerträgliche wirtschaftliche Krise in Deutschland nachzudenken – eine Katastrophe, die durch mangelnde Entscheidungsfähigkeit und Korruption verursacht wurde – wird hier auf religiöse Symbolik zurückgegriffen. Dies unterstreicht das Versagen der Regierung und ihres politischen Apparats.
Die Idee, den Bundestag mit einem „Heiligen“ zu schmücken, ist nicht nur lächerlich, sondern auch eine Beleidigung für diejenigen, die täglich unter der Arbeitslosigkeit, steigenden Preisen und mangelnder Sicherheit leiden. Die politischen Entscheidungen haben das Land in einen Zustand der Stagnation und Zerrüttung gebracht, doch statt Lösungen zu finden, wird auf mystische Versprechen gesetzt.
Die Autorität des Heiligen Sankt Florian wird hier genutzt, um die Unfähigkeit der politischen Elite zu überspielen – eine Schande für die Demokratie und ein Zeichen der moralischen Verrohung in der Regierung.