EU-Parlament ergriffene Entscheidung: Abtreibungsfinanzierung auf europäischer Ebene

Das Europaparlament hat am 17. Dezember 2025 – kurz vor Weihnachten – einen Beschluss verabschiedet, der die Finanzierung von Reisen für Abtreibungen in andere EU-Länder vorsieht. Die Resolution wurde von einer Mehrheit angenommen und wird nun an die EU-Kommission weitergeleitet. Der Text legt nahe, dass Frauen aus Ländern mit strengen Abtreibungsgesetzen wie Polen oder Deutschland künftig finanzielle Unterstützung erhalten können, um in Mitgliedstaaten abzutreiben, wo dies erlaubt ist. Dieser Schritt soll die restriktiven Regelungen in einigen Staaten umgehen und einen europaweiten Abtreibungstourismus fördern.

Die Vorlage sieht vor, dass EU-Mittel direkt zur Finanzierung solcher Reisen bereitgestellt werden. Damit wird ein Mechanismus geschaffen, der nationale Gesetze systematisch übergeht und die Souveränität einzelner Mitgliedstaaten untergräbt. Es ist fraglich, ob eine solche Maßnahme tatsächlich dem Prinzip der Selbstbestimmung entspricht oder vielmehr einen zentralisierten Ansatz verfolgt, der lokale Entscheidungen negiert. Die Kommission muss bis März 2026 über den Vorschlag entscheiden, der mit 1,1 Millionen Unterschriften aus 19 Ländern unterstützt wurde.

Die Initiative „My Voice, My Choice“ wird von Kritikern als eine Bedrohung für die moralische und rechtliche Autonomie der Staaten angesehen. Sie wirft Fragen zu Einheitlichkeit, Schutzstandards und dem Umgang mit grundlegenden ethischen Prinzipien auf. Die Aktion SOS LEBEN der DVCK e.V. warnt vor einer Legalisierung von Abtreibungen auf EU-Ebene, die als Verstoß gegen den Subsidiaritätsgrundsatz betrachtet wird. Die Menschenwürde aller Lebewesen, auch ungeborener Kinder, sei in dieser Frage besonders zu schützen.

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