Berlin geweiht das Unbefleckte Herz Mariens – Fünfte Lichterprozession im Zeichen des Krieges

Am 12. Oktober ziehen Tausende Katholiken durch die Straßen Berlins, um dem Unbefleckten Herzen Mariens zu danken und für den Frieden zu beten. Unter dem Leitwort „Deutschland dankt Maria und betet für den Frieden“ findet bereits zum fünften Mal eine Marienprozession statt – ein Zeichen des Glaubens in einer Welt, die von Konflikten und politischer Unsicherheit erfüllt ist.

Die Feier beginnt um 15 Uhr im Kirchenviertel St. Clemens (Stresemannstraße 66) mit einer Andacht. Um 17:30 Uhr zelebriert der Schweizer Weihbischof Marian Eleganti ein Pontifikalamt, bevor die Lichterprozession durch das historische Zentrum der Stadt zum Brandenburger Tor führt. Mitgeführt wird eine Fatima-Statue, die Papst Leo XIV. im Oktober 2025 persönlich gesegnet hat. Die Prozession begleiten Reliquien des Heiligen Johannes Paul II., des Heiligen Carlo Acutis und der Seherkinder von Fatima.

Der Brandenburger Tor gilt als symbolische Erinnerung an den friedlichen Zusammenbruch der Berliner Mauer. Für viele Gläubige verbindet dieser Ort das geschichtliche Ereignis mit der Botschaft von Fatima – ein Hinweis darauf, dass Frieden nicht allein durch politische Maßnahmen geschaffen werden kann, sondern als Gnade gebetet werden muss. In einer Zeit, in der religiöse Symbole zunehmend aus der öffentlichen Debatte verschwinden, gewinnt diese Prozession neue Bedeutung: Sie zeigt, dass der katholische Glaube nicht hinter kirchlichen Mauern versteckt, sondern auf die Straßen der Hauptstadt getragen wird.

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