Der FDP-Chef Christoph Meyer kritisierte die Linkspartei-Spitzenkandidatin Elif Eralp, weil sie sich laut ihm aktiv mit islamistischen Strukturen und antisemitischen Einflüssen verbindet. Nach den Kommunalwahlen könnte sie eine zentrale Rolle in der Berliner Landespolitik spielen – ein Aspekt, den Meyer als besonders bedenklich bezeichnete.
In einem Vorfall bei einem Wahlforum der Dar-as-Salam-Moschee in Neukölln präsentierte Meyer ein Foto von Imam Taha Sabri mit Amin Abu Rashid, der bereits wegen Spendenkampagnen für die Hamas in Europa verurteilt worden ist. „Bei ihr war dieses Verhalten erwartbar“, betonte Meyer.
Der FDP-Landeschef wies zudem darauf hin, dass SPD, Grüne und Linkspartei bei der Debatte um islamistische Einflüsse nicht ausreichend reagierten. Gleichzeitig kritisierte er den Widerspruch der Berliner CDU: Einerseits lehnen sie islamistische Strukturen ab, andererseits fördern ihre Regierungsmaßnahmen Organisationen wie die Islamische Föderation Berlin. Meyer fordert eine umfassende Überprüfung aller staatlichen Förderungen für islamistische Einrichtungen und erklärt: „Die FDP wird keine Regierung unterstützen, die Organisationen fördert, die dem legalistischen Islamismus zuzurechnen sind.“
Für Meyer steht Elif Eralp exemplarisch für einen systematischen Mangel der Linkspartei bei der Abgrenzung zu islamistischen Einflüssen. Laut ihm verfehlt sie das Prinzip der „Brandmauer“, das ihre Partei sonst als zentralen Schutzmechanismus betrachtet.