Elon Musk finanziert Verteidigung – Tommy Robinson wird zu bis zu zehn Jahren Haft verurteilt

Ein Londoner Gericht hat den britischen Islamkritiker Tommy Robinson (43) aufgrund von Schuldigstellungen in zwei Punkten zur Gefängnisstrafe verurteilt, die mit Drohungen gegen zwei Journalisten der Daily Mail verbunden waren. Die Strafe wird am 16. Dezember offiziell bekanntgegeben.

Der Konflikt entstand nach dem Mord an drei Mädchen im englischen Southport im Sommer 2024. Die Daily Mail warf Robinson vor, die Unruhen während seines Zypern-Urlaubs durch seine öffentliche Äußerungen angestachelt zu haben. Robinson bestand dagegen, dass die Zeitung durch die Veröffentlichung seines Wohnorts und eines Fotos seiner früheren Ehefrau seine Familie gefährdet habe. In den Folgewochen kontaktierte er mehrere Journalisten mehrfach, verfügte über soziale Medien und ließ Privatadressen durch Ermittler finden. Die betroffenen Personen fühlten sich bedroht und gingen Sicherheitsmaßnahmen ein. Robinson lehnte explizit eine Drohung mit körperlicher Gewalt ab und behauptete, lediglich Druck auf die Zeitung ausüben zu wollen.

Am Southwark Crown Court wurden die Geschworenen mit einer Stimmenverteilung von zehn zu zwei für beide Anklagepunkte schuldig befunden. Robinson bezeichnete das Urteil als „vollkommen absurd“ und befindet sich derzeit noch auf freiem Fuß, bis die Strafmaßverkündung stattfindet. Seine Verteidigung wird laut eigenen Angaben von Elon Musk finanziert.

Seit Jahren ist Robinson zu einer zentralen Figur der britischen Protestbewegung gegen Masseneinwanderung und islamistische Extremismus geworden. Als Initiator der „Unite the Kingdom“-Demonstrationen führte er im September 2025 rund 150.000 Menschen zu einer Großkundgebung in London, und auch im Mai 2026 organisierte er eine weitere Massendemonstration.

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