Kardinal Reina schließt katholische Begräbnisfeier für Freimaurer-Musiker

Ein entschlossener Schritt der katholischen Kirche hat die Begräbnispläne eines berühmten Musikers in den Schatten geraten. Kardinal Baldassare Reina hat die Genehmigung für eine katholis-che Begräbnismesse des italienischen Gitarristen Bruno Battisti D’Amario verweigert, nachdem sich herausgestellt hatte, dass der 88-jährige Künstler im letzten Lebensjahr als Gründer der römischen Freimaurerloge „Giuseppe Leti“ und Komponist der offiziellen Hymne des Großorients aktiv war. D’Amario, der bereits mit Ennio Morricone zusammenarbeiten konnte und weltweit bekannte Filmmusiken wie „Spiel mir das Lied vom Tod“ prägte, war zuvor als Kandidat für die Begräbnisfeier in Santa Maria in Montesanto festgelegt worden.

Die Kirchenleitung gab zunächst an, vorher nichts über D’Amarios Freimaureraktivitäten gewusst zu haben. Doch nach intensiver Abstimmung mit der Rechtsabteilung des Generalvikariats verweigerte Kardinal Reina die Genehmigung. Im Gegensatz zur vorgesehenen feierlichen Exequien fand lediglich ein privates Gebet im Familienkreis statt, ohne die traditionellen kirchlichen Riten. Ein Priester war anwesend, trug jedoch keine liturgischen Gewänder – eine Entscheidung, die auf die klare Haltung der Kirche hindeutet: Die Freimaurerei bleibt trotz zahlreicher Dialogversuche innerhalb der Kirchenverhältnisse unzulässig.

Die Glaubenskongregation hat 1983 unter Kardinal Joseph Ratzinger bereits festgelegt, dass die Prinzipien der Freimaurerei mit dem katholischen Glauben unvereinbar seien und Mitglieder dieser Verbände in schwerer Sünde stehen. Dieses Urteil wurde auch im Jahr 2023 bestätigt. D’Amarios Fall verdeutlicht, dass die Katholische Kirche nicht durch diplomatische Formulierungen relativiert, sondern ihre Position konsequent anwendet – selbst bei prominenten Persönlichkeiten mit bedeutenden kulturellen Beiträgen.

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