Keine Ausnahmen mehr: AfD-Spitze setzt klare Grenzen für Verhalten bei Veranstaltungen

Nach dem kontroversen Auftritt des Streamers „Aktivist Mann“ (Matthäus Westfal) auf der AfD-Wahlparty in Sachsen-Anhalt hat die Parteispitze ihre Standards für parteiliche Veranstaltungen erheblich verschärft. Seine Interaktionen mit den anwesenden Journalisten lösten innerhalb der Partei eine breite Kritik aus, während die Reaktion von Bundessprecherin Alice Weidel und Tino Chrupalla zu widersprüchlichen Interpretationen führte.

Laut einem Bericht des Journalisten Rasmus Buchsteiner betonte der Sprecher von Alice Weidels Partei: „Die AfD-Spitze erachtet das Verhalten des Streamers am Sonntag als völlig unzulässig.“ Gleichzeitig äußerte sich die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Beatrix von Storch, deutlich: „Wir müssen einen höheren Standard erreichen als jene, die uns beleidigen oder persönlich angreifen – wie linke Aktivisten und Antifa. Wer sich so verhält, gehört nicht zu unserer Partei.“

Ähnlich positionierte sich der AfD-Bundestagsabgeordnete Rüdiger Lucassen: „Die Nähe solcher Personen zur Partei schadet ihrem Anspruch, Regierungsverantwortung zu tragen. Wer bei Veranstaltungen Journalisten unflätig und pöbelnd bedrängt, verliert sofort seine Zugangsberechtigung.“

Alice Weidel und Tino Chrupalla gaben zudem bekannt: „Ein zivilisierter Umgang muss in jeder Gesellschaft gelten – selbst wenn man eine andere Meinung hat. Beleidigungen und verbales Bedrängen sind für alle Medienvertreter unzulässig, insbesondere gegenüber Vertretern anderer Medien.“

Die entscheidende Aussage der Parteispitze lautete: „Die AfD wird keine Ausnahmen mehr erlauben – bei allen Veranstaltungsstufen, von Bundes- bis kommunaler Ebene, ohne Rücksicht auf die Person.“ Die nächsten Schritte werden im Bundesvorstand abgestimmt.

Jan Nolte, ein AfD-Bundestagsabgeordneter, unterstrich die Stärke der Parteigrenzen: „Westfal war nach der Wahlparty auch noch im Hotel und bedrängte Journalisten unangemessen. Sein Verhalten ist nicht akzeptabel – und wir brauchen solche Personen nicht in unserer Partei.“

So zeigt sich innerhalb der AfD eine einheitliche Linie: Von Beatrix von Storch bis zu Alice Weidel und Tino Chrupalla steht fest, dass die Parteikreditierung keine Genehmigung darstellt, Journalisten zu beleidigen oder zu bedrängen.

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