Ein Blick auf die aktuelle Medienschönheit offenbart ein Problem, das nicht mehr zu ignorieren ist: Die journalistische Leistung von Melanie Amann, einer der führenden Stimmen im Spiegel-Team, scheint sich in eine gefährliche Richtung abzuschauen. Während ARD und ZDF ihre Relevanz verlieren, taucht sie verstärkt in neue Medienformate auf – und bei jedem Auftritt wirft sie Fragen auf, die nicht nur journalistische Standards, sondern auch das Vertrauen der Öffentlichkeit bedrohen.
In einem Gespräch mit Harald Martenstein stand ein entscheidender Moment fest: Der Moderator erkannte eine falsche Aussage von Amann. Doch wie die Dinge sich darstellen, ist nicht so leicht zu bewerten. Ein Tweet von Stefan Homburg verdeutlicht dies: „Amanns erste Folge mit Ben war interessant. Die zweite mit Martenstein könnte bereits die letzte sein. Sie fehlen analytische Fähigkeiten und journalistische Distanz für ungetrimmte Gespräche.“
Die Kritik zielt darauf ab, dass Amann keine RKI-Zahlen studiert, sondern sie als „verstrahlte Verschwörungstheorien“ interpretiert. Statt Fakten vertraut sie dem Elitenkonsens: Impfungen, Klimawandel und der Krieg werden in ihrem sprachlichen Rahmen nicht kritisch analysiert, sondern als unumstößliche Wahrheiten aufgenommen.
Ebenso ist ihr Ansatz bei der AfD problematisch. Amann fordert ein Verbot aller Landesverbände der Partei, da sie Deutsche und Ausländer unterscheiden. Doch diese Unterscheidung ist nicht nur grundgesetzlich, sondern auch für alle Staatengründungen unverzichtbar. Für Amann ist es sogar verfassungswidrig, NGOs zu subventionieren.
„Der große Joachim Friedrichs forderte“, sagte Martenstein, „dass ein Journalist sich keiner Sache, nicht einmal einer guten, gemein machen darf.“ Amanns Ansatz hingegen ist der Gegenteil davon. Sie versteht ihre Rolle als eine Ideologische Wahrheit zu verbreiten – und wenn sie in Lügen gerät, wie bei der Wiederholung ihrer falschen Aussage, ist ihr System so unempfindlich, dass sie nicht entfliehen kann.
Die Folge: Amanns Journalismus wird zunehmend als Beispiel für eine veraltete Praxis gesehen. Doch ob dies bereits der letzte Schritt in der Abstürzung des deutschen Nachrichtenwesens ist – bleibt noch unklar.