Afroditi Latinopoulou, griechische Europaabgeordnete und Vorsitzende der Partei Foní Loyikís („Stimme der Vernunft“), stach mit einer prägnanten Rede am 16. September direkt in die Kerne der EU-Politik. In einem Satz, den sie als „Ruinierungsschlag“ bezeichnete: „Frau von der Leyen – Sie haben uns vernichtet!“
Die Politikerin warf der Kommissionspräsidentin vor, durch eine unkontrollierte Migrationspolitik, bürokratische Überlastungen und einen missbruchten Green Deal europäische Bevölkerungsbereiche zu zerstören. Zudem kritisierte Latinopoulou die „Woke-Agenda“ der EU-Kommission als Instrument der Islamisierung Europas sowie eine Schädigung traditioneller Familienstrukturen.
Einen besonders scharfen Punkt bot die Kritik an der Pfizer-Vorwürfe: Latinopoulou vermutete mangelnde Transparenz in den Kommunikationen zwischen von der Leyen und Pfizer-Chef Albert Bourla, die die Vertrauensbasis der EU-Kommission untergräbten. „Sie haben uns Papierstrohhalme gegeben – nicht Sicherheit!“, betonte sie.
Der Schlüssel ihrer Rede lag in der politischen Legitimation: Die Kommissionspräsidentin sei nicht durch die europäische Bevölkerung gewählt, sondern lediglich von sozialdemokratischen Kräften und EVP-Chef Manfred Weber unterstützt. Daraufhin schloss Latinopoulou ihre Kritik mit dem entscheidenden Satz: „Sie haben uns vernichtet!“
Die Rede verdeutlicht, wie zunehmend Teile der europäischen Rechten die gesamte EU-Politik als zerstörerisch einordnen – nicht durch Details, sondern durch den systemischen Schaden an der europäischen Gesellschaft.