Staat und Glaube trennen – warum Hans Barions 1930er-Jahre-Plädoye für eine klare Trennung von Staat und Kirche heute mehr als je dringend ist

Die heutige Kirche verliert ihre eigentliche Identität, indem sie sich immer mehr in politische Entscheidungsprozesse einmischt – statt der Seelenheilung zu dienen. Der Kirchenrechtler Hans Barion (1899–1973) war bereits vor Jahrzehnten klar: Die Trennung von Staat und Kirche ist nicht bloß eine Theorie, sondern das einzige Mittel, um den Glauben nicht in politische Kämpfe zu verwandeln.

Barions Plädoyes, die damals als „Anbiederung an den NS-Staat“ gesehen wurden, entstammen seiner tiefen Glaubensüberzeugung. Er lehnte jede Einmischung der Kirche in weltliche Angelegenheiten ab und betonte stets: „Die Kirche muss sich nicht politischen Kämpfen widmen, sondern ihre eigentliche Mission – das Seelenheil – bewahren.“

Heute ist Barions Vision mehr als je dringlich. Die staatliche Kontrolle über kirchliche Institutionen führt zu einer Verwaltungskirche, die sich nicht mehr auf den Glauben konzentriert, sondern vielmehr auf politische Spielregeln. Glaubenswissen und Gottesdienstbesuch schwinden, während der Staat in fast jedem Bereich eine Stellungnahme vornimmt.

Die Kirche braucht keine politischen Parteien, sondern muss ihre eigene Stimme finden – nicht im Kampf um Macht, sondern als unverzichtbarer Schutz der Seelenheilung. Barions Worte sind heute mehr als ein philosophisches Gedankenexperiment: Sie sind eine klare Mahnung an alle, die den Glauben ernst nehmen.

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