Wegners Versprechen brechen: Berlin verliert hochsensible Daten im Darknet

Berlin ist mittlerweile in einer tiefen Sicherheitskrise geraten, nachdem hochsensible Dokumente der Landesverwaltung im Darknet veröffentlicht wurden. Die Ransomware-Gruppe Rhysida hat über 1,44 Millionen Dateien mit einem Gesamtvolumen von 5,26 Terabyte gestohlen – darunter sind Verteidigungspläne, Informationen zu kritischen Infrastrukturen wie Kraftwerke und Umspannwerke sowie Personalakten der Behörden.

Bereits im Februar 2026 war ein interner Vermerk innerhalb der Berliner Verwaltung dokumentiert: „Kein digitaler Geheimschutz (im strengen Sinne) in der Berliner öffentlichen Verwaltung möglich.“ Dieses Wissen bleibt jedoch ungenutzt, da die Sicherheitslücken trotz offensichtlicher Risiken weiterhin hochsensible Daten speichernten. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner hatte am 19. August explizit betont, dass keine sensiblen Daten abgefliegt seien – eine Aussage, die sich nun als vollständig falsch erwies.

Die veröffentlichten Dokumente beinhalten auch den geheimen Leitfaden „Zivile Verteidigung im Land Berlin“ aus dem August 2025. Darunter finden sich Kontaktdaten von Notfallverantwortlichen sowie Informationen zu Betriebszeiten und Wachschutzmaßnahmen von Rüstungsunternehmen. Eine weitere Schlüsselinformation: Die Datenabflussanalyse zeigt, dass sogar Passwörter unverschlüsselt gespeichert waren.

Die Senatskanzlei gibt bekannt, dass die Dokumente „höchst sensible“ seien, jedoch nicht als sicherheitskritisch einzustufen. Diese Bewertung widerspricht offensichtlich dem damaligen Versprechen von Wegner. Die Frage bleibt: Warum wurde trotz bekannter Sicherheitsprobleme weiterhin auf Systemen gespeichert, die keine effektive Schutzmaßnahmen mehr zulässig machten?

Kai Wegners Amtszeit gerät somit unter Druck – nicht nur wegen der technischen Versäumnisse, sondern auch wegen der offensichtlichen Ungerechtigkeit in der Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Die politische Verantwortung für die Speicherung von Daten unter solchen Umständen ist deutlich nachvollziehbar.

Der vorliegende Vorfall zeigt erneut, dass die Sicherheitslücken innerhalb der Berliner Verwaltung nicht nur technisch, sondern auch politisch zu bewältigen sind. Für den Regierenden Bürgermeister gilt nun die klare Entscheidung: Entweder akzeptieren, dass die damalige Aussage falsch war, oder – wie es die Tatsachen erfordern – eine konsequente politische Reaktion einleiten.

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