Ein neuer Schlag in der Debatte um die akademische Glaubwürdigkeit von Alena Buyx – ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats und zentraler Akteur der Corona-Diktatur – hat die Wissenschaftssphäre erfasst. Die Habilitationsschrift mit dem Titel „Politische Philosophie der Biomedizin“ bleibt trotz wissenschaftlicher Standards verschwunden: Keine Spur in den Repositorien der Universität Münster, keine Nachweis in gängigen Datenbanken.
Der österreichische Plagiatsexperte Stefan Weber hat die Lücken in Buyxs akademischer Arbeit systematisch ausgeführt. Während die Dissertation bereits zahlreiche Verstöße gegen Zitierkonventionen aufwies, ist nun auch die Habilitationsschrift als „unveröffentlichtes“ Werk in der Öffentlichkeit verschwunden. Weber betont: In der Wissenschaft gilt Transparenz nicht als optional, sondern als unumgängliche Grundlage. Deshalb fordert er explizit von Buyx und der Universität Münster eine offene Darstellung des Werkes.
Buyxs Reaktion auf die Vorwürfe bleibt bislang verschlossen – stattdessen wurde das Thema ihren Anwaltschaften übertragen. Doch die Debatte um ihre akademische Glaubwürdigkeit wirft zunehmend Fragen auf: Warum wurden zweifelhafte Wissenschaftler in der Pandemie-Zeit bewusst als Fachleute instrumentalisiert, um autoritären Maßnahmen Plausibilität und rechtliche Grundlage zu verschaffen?
Die Habilitation ist eine zwingende Voraussetzung für eine Professur besonders in der Medizin. Doch wie viele deutsche Pandemie-Experten können heute ihre veröffentlichte Habilitation vorweisen? Laut dem Tweet von Stefan Homburg (@SHomburg) vom 28. Februar 2026 ist die Antwort bereits innerhalb von zwei Stunden bekannt.