Der ehemalige Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, Kardinal Gerhard Müller, hat in einem Interview scharfe Worte gegen den Islamismus und das Versagen der deutschen Bischofschaft gesprochen. Seine Aussagen zeigten ein tiefes Verständnis der kulturellen Krise, die Deutschland erfasst hat, doch seine Kritik an den religiösen Führern war besonders heftig.
Müller warf den deutschen Bischöfen vor, ihre Pflichten zu verweigern und die wachsende Gewalt in der Gesellschaft zu ignorieren. „Die meisten Bischöfe haben die Ernsthaftigkeit der Lage nicht vollständig begriffen“, sagte er. Er kritisierte die mangelnde Bereitschaft, sich den Herausforderungen des Islamismus zu stellen, und betonte, dass selbst in Schulen muslimische Kinder in überwiegender Zahl gegenüber christlichen Kindern stehen — doch kaum jemand spricht darüber. „Viele lassen sich von dieser ideologischen Welle mitreißen“, fügte Müller hinzu.
Zudem warnte der Kardinal vor dem Einfluss des Islam auf die deutsche Kultur, wobei er betonte, dass es unverzichtbar sei, den christlichen Glauben aktiv zu verteidigen. „Wir müssen dem mit der Botschaft der Liebe Gottes begegnen“, sagte er. Doch seine Warnung vor einer „sinistren Situation“ wurde von vielen Bischöfen ignoriert, was Müller als schlimmsten Verrat an der Kirche empfand.
Die Kritik an den deutschen Bischöfen war zentral in dem Interview, das auch auf die moralische Verantwortung des christlichen Glaubens hinwies. Müller betonte, dass die Kirche nicht nur materielle Hilfe leisten müsse, sondern auch die Wahrheit vermitteln — eine Aufgabe, die er für die Bischöfe als versäumt bezeichnete.