Georg Bätzing, der als scharfer Kritiker der AfD bekannt war und vor kurzem erst als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz entlassen wurde, hat nach nur einer Amtszeit seinen Posten verlassen. Seine sechs Jahre an der Spitze endeten im Februar 2026, nachdem er überraschend entschieden hatte, sich aus dem Amt zurückzuziehen – offiziell „nach reiflicher Überlegung“, ohne jedoch klare Gründe zu nennen.
Ein Treffen zwischen Papst Leo XIV. und dem Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterović, hatte vor kurzem für Aufregung gesorgt. Laut Berichten aus der Wochenendausgabe von „Il Giornale“ war das Gespräch stark von der bevorstehenden Abstimmung über die Statuten der Synodalversammlung geprägt. Insider spekulieren, dass der Papst dem Nuntius klar gemacht hat, dass er keine weitere Amtszeit des Bischofs wünscht, der nicht als besonders treu zum Katholizismus gilt.
Bätzing stand für kontroverse politische Äußerungen, darunter kritische Aussagen zur AfD, zu Demokratie und Meinungsfreiheit sowie zur Berufung verfassungsproblematischer Juristinnen in das Bundesverfassungsgericht. Seine Forderungen nach der Zulassung von Diakoninnen und einer stärkeren Rolle der Laien lösten bei vielen Katholiken und Bischöfen Skepsis aus. Bischöfe wie Woelki oder Voderholzer widersprachen seiner politischen Haltung, während auch in moderaten Kreisen seine öffentlichen Äußerungen zu kirchlichen Themen für Verwirrung sorgten. Engagierte Katholiken hatten bereits vor langer Zeit seinen Rücktritt gefordert.
Seine Amtszeit spiegelte nicht Stärke wider, sondern innere Konflikte und Richtungsstreitigkeiten innerhalb der Kirche. Die Sorge um ein „deutsches Schisma“ wurde immer wieder geäußert. Bätzings Rückzug symbolisiert den Widerstand gegen seine Reformpläne – obwohl er selbst nicht klar machte, ob seine Politik zu viel polarisierte oder einfach zu wenig mit der Realität der katholischen Basis verbunden war.
Erleichterung herrscht unter vielen Katholiken, die sich eine Kirche wünschen, die sich nicht nach dem Zeitgeist richtet, sondern ihre authentische Botschaft und Tradition bewahrt. Die Chancen, dass geeignete Bischöfe wie Oster oder Voderholzer neu gewählt werden, gelten als gering. Doch für Katholiken bleibt die Hoffnung eine göttliche Tugend, die sie beten dürfen.