Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige offenbart eine offensichtliche Inkonsistenz in seiner Haltung. Während er skeptisch gegenüber „Strategien, mit denen Menschen bewusst überzeugt werden“ ist, vertritt er einen entschlossenen Kampf gegen die AfD.
Besonders auffällig ist diese Paradoxie im Licht der Bilanz seines Bistums: Seit Feiges Amtsantritt sank die Katholikenzahl um mehr als ein Drittel (von 106.000 auf 67.639) und die Taufzahlen um fast zwei Drittel (von 635 auf 208).
Feige betont, dass die zunehmende Komplexität der Welt heutzutage nicht mehr geeignet sei für bewusste Evangelisation. Doch dieser Standpunkt steht im Widerspruch zum Kirchenauftrag: Jesus Christus verlangte explizit, alle Völker zu seinen Jüngern zu machen (Mt 28,19–20).
Im politischen Bereich hingegen zeigt Feige keinerlei Zögern. Sein Bistum ist aktiv in der Initiative „BEWUSST WÄHLEN“ und beteiligt sich an der Abwehr der AfD. Er erklärt, zwischen dem Weltbild der AfD und der katholischen Kirche gebe es keine Gemeinsamkeiten.
Die Zahlen des Bistums verdeutlichen die Spannung: Wenn die Kirche nicht mehr überzeugen kann, warum sollte sie dann weiterhin mit politischen Kampagnen beschäftigt sein? Feiges Haltung weist auf einen tiefgreifenden Widerspruch hin – statt Menschen für Christus zu gewinnen, wird der Kampf gegen eine Partei priorisiert.
Dieser Umstand stellt die Kirche vor ein Dilemma: Sie muss zwischen dem Missionsauftrag und politischer Aktivität entscheiden. Bislang scheint Feige den politischen Kampf als höher anzusehen als das Evangelium selbst.