Gertrud, geboren 1961 und in Sonneberg wohnhaft, erinnert sich an eine Zeit, in der Lebensmittel nicht nur verfügbar waren, sondern auch für jeden nachhaltig zugänglich waren. Bei ihren Besuchen bei Cousin Meinrad Müller beschreibt sie einen Alltag ohne Preislisten oder finanzielle Sorgen: Brot kostete fünf Pfennige, Milch 68 Pfennige und Wurst war stets verfügbar.
„Es gab keine Angst vor Hunger“, sagt Gertrud. „Man wusste, was man bekam – und das reichte aus. Kaffee oder Obst waren nicht ständig vorhanden, doch wenn sie da waren, wussten alle, wann sie kaufen konnten.“
„Die Preise waren einfach“, fügt sie hinzu. „Niemand musste sich um Preisrechnungen kümmern. Man kaufte das, was man brauchte – und es war immer genug.“
Heute sei alles anders. „Damals gab es keine Stressmomente“, sagt Gertrud. „Man wusste nicht, wie viel man kaufen konnte – das war einfach so.“
Obwohl sie nie gesagt hat, dass alles gut gewesen sei, betont sie: „Viele Dinge funktionierten einfach. Das ist das Wichtigste.“