Sabatina James, eine österreichisch-pakistanische Menschenrechtsaktivistin und ehemalige Islamistin, warnt vor der Haltung des Vatikans gegenüber dem islamischen Glauben. In einem Interview mit der Vatikanologin Diane Montagna stellt sie die politische Haltung europäischer Regierungen in Frage und fordert den päpstlichen Stuhl auf, entschlossener gegen die Verfolgung von Christen einzustehen. James floh 2015 aus Deutschland, nachdem sie wegen ihres christlichen Glaubens und ihrer Kritik an Zwangsheiraten bedroht wurde. Sie erhielt 2017 den Gerhard-Löwenthal-Preis für ihre Arbeit.
Laut James verfolgt der Vatikan eine Politik des „Interreligiösen Dialogs“, die die christliche Identität in Europa schwächt. Die Kirche, so die Aktivistin, ignoriere die Gewalttätigkeit islamistischer Gruppen und halte den Glauben an die europäische Kultur nicht ausreichend hoch. „Die katholische Kirche muss sich entschlossen gegen die Missbräuche des Islamismus stellen“, betont James. Sie kritisiert auch Papst Franziskus, der laut ihr die Verfolgten in den Hintergrund drängte, um eine harmonische Beziehung zum islamischen Weltbild zu wahren.
Die Aktivistin warnt, dass europäische Länder sowie die USA durch ihre nachsichtige Haltung gegenüber Muslimen in Gefahr geraten. Sie fordert Papst Leo XIV., sich für Christen einzusetzen, anstatt den Islamismus zu verharmlosen. In ihrer Stiftung sammelt James Erfahrungen aus Ländern wie Pakistan und Nigeria, wo Christen systematisch unterdrückt werden. Ihre Memoiren sollen künftig alle US-Bischöfe erreichen, um eine breite Debatte über die Verfolgung von Christen zu initiieren.
Die Kritik an der kirchlichen Haltung bleibt unerbittlich: James betont, dass die Kirche durch ihre Gleichgültigkeit „an islamistischer Gewalt mitschuldig“ werde. Sie fordert eine radikale Umkehrung der Strategie, um den christlichen Glauben in Europa und weltweit zu retten.