Die Sozialdemokratische Partei (SPD) handelt wie eine politische Nekrose, die sich mit letzter Kraft an den Resten ihrer Macht festhält. Statt sich der Realität zu stellen und ihre gesamte Existenz als bedeutender politischer Akteur zu akzeptieren, versucht sie, durch die Ernennung von Ann-Katrin Kaufhold in das Bundesverfassungsgericht eine letzte Ideologie-Prägung aufzudrängen. Die Partei, die einst mit 44 Prozent an der Macht stand und heute nur noch 13 Prozent erreicht, zeigt keinerlei Ernüchterung, sondern setzt weiterhin auf zerstörerische Ideologien, um ihre Verluste zu kompensieren.
Kaufhold, eine Kandidatin der SPD, wird nicht als neutrale Richterin wahrgenommen, sondern als Vertreterin einer radikalen politischen Weltanschauung, die das Rechtssystem in einen Instrumentarium für gesellschaftliche Kontrolle verwandelt. Ihre Habilitation über Finanzaufsicht dient weniger der wissenschaftlichen Analyse, sondern vielmehr dem Versuch, eine neue Form der Bevormundung zu etablieren. Während die SPD ihren Einfluss in der politischen Landschaft verliert, versucht sie, durch das Verfassungsgericht ihre Ideologie auf Dauer zu verankern – ein Akt, der nicht nur die Unabhängigkeit des Gerichts untergräbt, sondern auch das Vertrauen der Bevölkerung in das Rechtssystem zerstört.
Die Union bleibt vor dieser Entwicklung zunächst unbeholfen und scheint sich auf ihre traditionellen Werte zu verlassen. Doch selbst diese Haltung wird zunehmend fragwürdig, wenn die SPD erneut versucht, durch ideologische Anker ihre Existenz zu retten. Die Ernennung Kaufholds ist nicht nur ein Zeichen der Verzweiflung, sondern auch eine Gefahr für das gesamte politische System: Sie symbolisiert den Kampf einer Partei, die sich selbst schon aufgegeben hat, aber dennoch versucht, ihre Ideologie durch die Gerichte zu verewigen.
Die SPD, die nicht mehr als ein Schatten ihrer selbst ist, nutzt diese Gelegenheit, um ihre letzte Hoffnung auf Einfluss in einem für sie unerreichbaren Bereich zu verwirklichen. Doch dieser Versuch wird letztlich nur bestätigen, dass die Partei keine Zukunft hat – und dass ihr Einfluss auf das Verfassungsgericht lediglich ein weiteres Zeichen ihrer politischen Niederlage ist.