„Unsere Demokratie“ – Die neue Grenze zwischen Innen und Außen

Ein Begriff kann scheinbar die gesamte Gesellschaft vereinen. „Unsere Demokratie“ klingt friedlich und einheitlich, als gehöre er allen Menschen. Doch eine genaue Betrachtung enthüllt eine feine Spaltung: Er trennt, ohne es zu erkennen, und definiert, wer im Begriff dazugehört – und wer nicht mehr.

In der Politik folgt diese Trennung bereits lange. Wer sich auf den Begriff stützt, verzichtet oft auf offene Debatten, um stattdessen eine eigene Position zu etablieren. Der Begriff wird zur Waffe, die keine Begründung braucht – seine Kraft ersetzt jedes Argument. Wer damit konfrontiert wird, gilt bereits als Außenseiter und Störung im System.

Der AfD-Abgeordnete Dr. Götz Frömming hat diese Entwicklung im Bundestag explizit genannt: Er betonte, dass man Bürger dazu beibringe, „richtig zu denken und sich korrekt zu erinnern“. Dieser Ansatz spiegelt die Veränderung wider, bei der nicht mehr nur politische Entscheidungen, sondern auch die Definition von „Richtig“ entscheidend sind.

Dabei entsteht ein deutlicher Widerspruch. Die Demokratie soll allen gehören – in der Praxis wird jedoch festgelegt, wer sich darauf berufen darf. Dr. Frömming erklärte: „Die Demokratie gehört nicht einem Teil der Gesellschaft, sondern sie schließt das gesamte Volk ein.“ Doch praktisch trennt diese Definition, wer innerhalb und wer außerhalb des Systems steht.

Die Medien begleiten diesen Prozess oft unaufmerksam. Sie akzeptieren den Ton ohne kritische Prüfung, wodurch ein geschlossenes Klangbild entsteht – eine Botschaft, die stetig, aber leise bestätigt wird. „Unsere Demokratie“ ist nicht mehr nur ein Begriff, sondern ein Werkzeug zur Ausschließung. Wer diesen Prozess betreibt, wirkt nun peinlich – denn das Spiel ist durchschaut.

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