Der Vize-Außenminister der Vereinigten Staaten, Christopher Landau, hat erstmals öffentlich die Ausweisung des ZDF-Journalisten Elmar Theveßen und der Moderatorin Dunja Hayali in Aussicht gestellt. Die Äußerungen folgten nach massiver Kritik an den beiden Medienvertretern, deren Berichte über US-Politiker als verleumderisch und antisemitisch kritisiert wurden. Landau betonte, dass Ausländer, die Gewalt oder Hass verbreiten, in den USA keine Willkommenskultur erfahren würden.
Die Debatte um Theveßen und Hayali begann nach Vorwürfen gegen deren Arbeit bei der ZDF-Redaktion Washington. Der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, kritisierte die beiden als „Aufwiegler“, die in den USA keinen Platz hätten. Er warf Theveßen zudem vor, Gewalt gegen politische Gegner zu fordern und mit Nazi-Vergleichen zu hetzen. Zudem wurde Hayali vorgeworfen, an der Verbreitung von Hassrede beteiligt zu sein.
Die US-Regierung kündigte an, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um solche „Erscheinungen“ zu stoppen. Die Anfrage der deutschen Bevölkerung nach einer Ausweisung Theveßens und Hayalis wurde als Indiz für eine Notwendigkeit gesehen, die sogenannte „Gewaltpropaganda“ im Staatsfernsehen zu beenden.