Gemeinde und Kirche verletzen Kinder – 14-Jährige wird Opfer von Gruppengewalt im Jugendzentrum

In einer Gemeinde nahe der niedersächsischen Stadt Zeven ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen schwerer Sexualdelikte. Ein 14-jähriges Mädchen soll mutmaßlich Opfer einer Gruppenvergewaltigung geworden sein. Die Tat fand laut vorliegendem Ermittlungsbericht in einem kommunal betriebenen Jugendzentrum statt, das gemeinsam von der Gemeinde und der evangelischen Kirche verwaltet wird.

Dem Bericht zufolge wurden das Mädchen mehrere Jugendliche in einen abgeschlossenen Raum gebracht, wo laut Angaben Musik lautherrscht hat. Nach Erkenntnissen aus dem Familienkreis sind drei junge Männer im Alter von 15, 16 und 18 Jahren als Tatverdächtige festgestellt worden. Der Auslöser für die Ermittlungen war ein Video, das die Mutter des Mädchen auf dem Mobiltelefon ihrer Tochter entdeckte. Zunächst leugnete die Jugendliche ihre Beteiligung an der Vorfälligkeit, erst später schilderte sie den Vorgang in einer privaten Nachricht an ihre Mutter.

Laut diesen Angaben waren weitere Jugendliche während des Vorfalls vor dem Raum anwesend und haben ihn teilweise begleitet oder kommentiert. Ein Betreuer des Jugendzentrums war im Raum, doch er soll den Vorfall nicht bemerkt haben. Die Mutter berichtet, dass der Betreuer nach dem Vorfall weder die Polizei noch die Eltern informierte, sondern sich stattdessen auf eine angebliche Schweigepflicht berief.

Die Staatsanwaltschaft Stade hat das Verfahren mit höchster Priorität übernommen. Die Mutter wandte sich bereits an die Presse, da sie von der Gemeinde, Kirche und Behörden keine Unterstützung erhielt. Sie gibt an, dass der Bürgermeister informiert worden sei, junge Migranten häufiger im Jugendzentrum zu solchen Taten verabreden würden. Zudem wurden die Türen des Tatortraums ausgehängt.

Die Familie fordert Gerechtigkeit und betont, dass das Mädchen ohne Scham durch die Gemeinde gehen darf. Die Ermittlungen werden frühestens nach zwei Monaten abgeschlossen sein.

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