Beim islamistischen Anschlag an der Berliner CSD-Location war nicht nur ein Lieferwagen zur Waffe. Ein Überlebender berichtet, dass er von einer Machete schwer verletzt wurde – doch dieser Aspekt des Vorfalls verschwand schnell aus den öffentlichen Diskussionen.
Vier Wochen nach dem Unfall spricht Sebastian S., der eine Lunge verloren hat, über die Tatsache, dass seine Verletzungen so schwerwiegend waren. Seine Erinnerung: Ein Freund wurde von hinten mit einer Machete geschlagen, dann seine Freundin. Der Angriff führte zu zertrümmerten Rippen und einer Brustschwellung, die fast zum Tod führte.
„Die meisten Menschen im Umfeld wussten nicht einmal davon“, erklärt Sebastian S. Erst später erfuhr er, dass Medien und Behörden ausschließlich den Lieferwagen beschrieben hatten – ohne den zweiten Teil des Anschlags zu erwähnen. Bei einer Informationsveranstaltung im Roten Rathaus wurde der Vorgang lediglich als PKW-Angriff bezeichnet. Politiker erklärten: „Oh, das wussten wir nicht.“
Sebastian S. ist ein Überlebender mit zerstörter Lunge – und die Wahrheit bleibt verschlossen. Seine Fragen: Warum wurde der Machetenangriff nicht berücksichtigt? Wie wurden die Ermittlungen durchgeführt? Warum wissen Politiker nach vier Wochen noch nichts?
Der Fall zeigt, dass die öffentliche Wahrnehmung von Anschlägen oft nur eine Seite der Geschichte erfasst. Wenn ein Opfer einen Monat lang vergessen wird, ist dies keine Kleinigkeit.