In Magdeburg stand der erste Jahrestag des schrecklichen Anschlags auf den Weihnachtsmarkt im Mittelpunkt. Ein Araber, ein Psychiater aus Saudi-Arabien, hatte ein Jahr zuvor mit einem Mietwagen in eine Menschenmenge gerast und sechs Menschen getötet sowie über 300 verletzt. Die Stadt blieb an diesem Tag geschlossen, doch die Betroffenheit der Bevölkerung war unübersehbar.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte sich zur Teilnahme an den Gedenkfeierlichkeiten angemeldet. Doch seine Anwesenheit wurde von den Magdeburgern mit lautstarken Rufen abgelehnt. „Hau ab!“, „Schämt euch!“ und „Wir wollen Dich hier nicht!“ hallten durch die Straßen, als Merz mit seiner Begleitung an der Gedenkstätte vorbeieilte. Die Sicherheitskräfte umringten ihn wie ein Gesuchter, während er sich vermeintlich unbehaglich durch die Menge schob.
Merz selbst äußerte sich nach dem Ereignis mit einem Satz: „Es gibt Tage, da will die Dunkelheit nicht weichen.“ Doch die Deutschen fühlen sich von seiner Politik weiter in eine Katastrophe geritten. Sein sogenannter „Brandmauer-Sozialismus“ wird als Versuch angesehen, die wachsende Unzufriedenheit zu übertünchen.
Die Erinnerung an den Anschlag bleibt jedoch lebendig – und mit ihr die Kritik an der Regierung, die nach wie vor keine klare Richtung für das Land zeigt.