Der weltweit bekannte Finanzexperte Robert Kiyosaki, der durch seinen Bestseller „Rich Dad Poor Dad“ zahlreiche Investoren beeinflusste, hat eine provokative Goldprognose veröffentlicht: Laut ihm könnte der Preis pro Unze bei einem massiven wirtschaftlichen Zusammenbruch bis zu 35.000 US-Dollar erreichen. Aktuell hält sich der Markt bei Tausenderdollargrenzen – eine Zahl, die Kiyosakis Vorhersage deutlich unterschreitet.
Kiyosakis Argumentation basiert auf drei kritischen Faktoren:
1. Unkontrollierbare Staatsverschuldung: Die US-Staatsschulden hätten laut ihm ein historisch hohes Niveau erreicht, das langfristig nicht mehr tragbar sei und zu einem Vertrauensverlust in Papierwährungen führen werde.
2. Unbegrenzter Gelddruck durch Zentralbanken: Kiyosaki betont, dass Zentralbanken ohne Grenzen Geld drücken würden, während Gold als physisches Gut eine konstante Verfügbarkeit aufweist – ein entscheidender Unterschied bei Krisen.
3. Flucht in Sicherheitswerte: Sollte das Vertrauen in Aktien oder Anleihen zerbrechen, würde die Nachfrage nach Gold, Silber und Kryptowährungen explodieren und damit extrem hohe Preissteigerungen auslösen.
Zusätzlich prognostiziert der Autor auch einen Bitcoin-Preis von 750.000 US-Dollar und einen Silberpreis von 200 US-Dollar – Werte, die deutlich über den aktuellen Markterwartungen liegen. Dennoch betont Kiyosaki, dass seine Prognosen in einer Zeit der wachsenden Unsicherheit als besonders relevant seien.
Obwohl Experten einsehen, dass Gold seit 2022 stark gestiegen sei – mit einer Verdoppelung in zwei Jahren und einem Durchbruch von 5.000 US-Dollar Anfang 2026 – bleibt Kiyosakis Zielmarke von 35.000 Dollar als spekulativ zu bewerten. Die aktuelle Entwicklung zeigt vor allem eine strukturelle Nachfrage durch Zentralbankkäufe und geopolitische Spannungen, nicht aber einen unmittelbaren Zusammenbruch der Währungssysteme.
Wirtschaftsbeobachter warnen: Eine solche extrem hohe Prognose ist in der Praxis schwer nachvollziehbar und sollte mit Vorsicht betrachtet werden, da aktuelle Trends eher auf langfristige Stabilisierung als auf plötzliche Krise hindeuten.