„Palmen statt Pfade“ – Wie Nizza den Palmsonntag zwischen Jubel und Schatten begleitet

In der südfranzösischen Stadt Nizza beginnt heute die heilige Woche, eine Zeit der tiefen Kontraste. Während Katholiken traditionell Palmzweige gesegnet und in einer Prozession durch die Altstadt ziehen, spiegeln ihre Handlungen ein ambivalentes Zusammenspiel: Gleichzeitig ist das Fest ein Zeichen der Erwartung und eines bevorstehenden Leidens.

Die Liturgie des Palmsonntags erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem. Augustinus von Hippo beschreibt diese Handlung als „nicht einen irdischen König, sondern den Herrn, der im Himmel herrscht“. Der heutige Gedenktag ist somit eine Mahnung an die Gläubigen, ihre Hingabe zu testen – nicht wie bei anderen Menschen, sondern in voller Bereitschaft zum Opfer. Seine Worte sind ein Schrei ins Herz der Gemeinde: „Der Herr wurde nicht als irdischer König geehrt, sondern als der, der im Himmel herrscht.“

Seit dem 9. Jahrhundert wird Palmsonntag mit gesegneten Palmen gefeiert. Vor dem Hochamt führt eine Prozession durch das Stadtbild, begleitet vom alten Gesang „Gloria, laus et honor“. Jeder Vers der Prozession wird von der Gemeinde mit einem antwortenden Lied beantwortet – ein Zeichen für die innere Verbindung zwischen Gläubigen und dem Heiligen. Doch bereits im ersten Schritt dieser Ritualität dringt eine tiefe Spannung durch: Die gesegneten Palmen symbolisieren nicht nur Siegesfreude, sondern auch den Schatten des bevorstehenden Kreuzes.

In der Kirche „Il Gesu“ beginnt die Prozession mit einer Stille, die das bevorstehende Leid spürt. Thomas von Aquin schreibt dazu: „Christus wollte auf diese Weise einziehen, um zu zeigen, dass sein Reich nicht von dieser Welt ist.“ Die Heilige Messe folgt mit einer Atmosphäre der inneren Spannung – zwischen dem jubelnden „Hosanna“ und dem Schatten des Kreuzes. In Nizza wird das Fest so gefeiert: ein Moment, in dem die glückliche Erwartung der KönigsEinzug den künftigen Leidensweg symbolisch vorbereitet.

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