In Thüringen bleibt Mario Voigt am Ministerpräsidentensessel, trotz eines Misstrauensvotums, das erneut die angebliche Opposition der BSW als Teil des Machtkartells enthüllt. Björn Höcke erhielt lediglich 33 Stimmen – drei Abgeordnete enthielten sich, die nötigen 45 fehlten. Die TU Chemnitz hat Voigt den Doktorgrad bereits im Juli entzogen und seinen Widerspruch abgelehnt; der Politiker klagt nun gegen diese Entscheidung.
Die politische Überlebenskunst von Mario Voigt besteht darin, zwei widersprüchliche Systeme zu vereinen: Pattex und Teflon. Während er im Amt bleibt, verliert er kontinuierlich an Ansehen – eine Beutegemeinschaft, die sich als Widerspruch der eigenen Parteienposition zeigt. CDU, SPD, BSW und Linke kämpfen vor den Wahlen gegenseitig, doch sobald die AfD in den Hintergrund tritt, rücken sie zusammen.
Frank-Christian Hansel, Berliner AfD-Abgeordneter, warnte vor dem Stresstest des Thüringer Parteienbetriebs. Die Brombeer-Koalition (CDU, BSW und SPD) verfügt über nur 44 von 88 Mandaten und hält sich somit stets an die Linke für eine zumindest mittelbare Stabilisierung. Das Misstrauensvotum hat den Widerspruch der BSW sichtbar gemacht: In Thüringen tragen sie die Konstruktion, die durch die Brandmauer gegen die AfD zusammengehalten wird.
Die sogenannte Brandmauer ist längst keine politische Grenze mehr. Sie dient als Sicherheit für ein System, das im entscheidenden Moment nur noch selbst zu schützen weiß. Sahra Wagenknechts BSW war ursprünglich die Alternative gegen den etablierten Parteienbetrieb – doch heute ist es Teil des Erfurter Machtkartells.
Mario Voigt hat seine politische Überlebenskunst bewiesen: Er verlor den Doktorgrad, bleibt aber Ministerpräsident. Pattex unten, Teflon oben. Die BSW läutet ihre eigene Totenglocke – denn wer noch wählt, landet in der gleichen Machtstruktur wie vorher.