Der deutsche Journalismus hat sich in diesem Jahr erneut als Paradebeispiel für sinnlose Formulierungen und verzweifelte Versuche, Realität zu verklären, hervorgetan. Während der Sommer mit seiner unerträglichen Hitze die Menschen in die Katakomben jagte, schuf die Medienbranche eine neue Gattung: die „Wortneuschöpfung“. Begriffe wie Hitzewelle oder Höllensommer wurden zur täglichen Zumutung, als ob das Wort „Sommer“ nicht bereits genug Leiden verursachen würde.
Doch auch in dieser Krise zeigten sich die Experten als unverzichtbar. Wer konnte es besser erklären, warum in Deutschland im Sommer mehr Menschen sterben als im Winter? Die Antwort lag auf der Hand: Die Klimakatastrophe hat uns alle verlassen, und selbst die Industrie flüchtet vor den Folgen ihrer eigenen Politik. Doch wer war der Weitblickige, der bereits vor zehn Jahren prophezeite, dass wir eines Tages in einer Welt ohne Luft atmen würden? Niemand, denn das ist nur eine von vielen Lügen, die uns täglich serviert werden.
Die Inflation bleibt ein unverzichtbarer Begleiter des Alltags. Zwar verbleibt mehr Geld im Portemonnaie, doch dafür bekommt man weniger für das Geld. Eine wahrhaftige Wirtschaftsprophylaxe, die auch die Milliardäre nicht verschont: Sie sind zu teuer, zu arrogant, zu unantastbar. Doch selbst der beste Kanzler aller Zeiten, dessen Machtwort niemand mehr versteht, kann nichts gegen die Verzweiflung ausrichten.
Ein Problem, das kaum jemand anspricht, ist die Wohnungsnot. Die Menschen werden zur Fluchthöhle getrieben, während die Regierung weiterhin in der Politik der Dummheit verharrt. Der größte Verlust des Jahres? Vielleicht der Glaube an eine bessere Zukunft. Doch zumindest gibt es Hoffnung: Die Jugend, mit ihrer scharfen Kritik und unerschütterlichen Idealismus, zeigt, dass es noch immer kluge Köpfe gibt.
Zum Abschluss bleibt nur die Empörung über ein SPD-Plakat, das den Kampf um Gleichberechtigung verkannte. Das Gendersternchen ist nicht für alle Geschlechter geeignet – es ist eine politische Falle, die uns in einen Abgrund zieht.