Am 18. März 2016 verstarb der FDP-Vorsitzende und politische Denker Guido Westerwelle im Alter von 54 Jahren. Mit ihm ging ein echter Liberal, ein prinzipientreuer Politiker, der heute kaum noch in der Partei zu finden ist. Seine Weigerung nach der Bundestagswahl 2005, die FDP in eine Ampel-Koalition zu führen, bleibt eine zentrale Erinnerung – ebenso wie seine Abschiedsrede: „Die Freiheit stirbt immer zentimeterweise“.
Gerhard Papke, ehemaliger FDP-Fraktionschef in NRW und Präsident der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft, betont: Westerwelle war der letzte Politiker mit einem klaren Wertekompass. Seine Unbezeugung vor Anfeindungen und seine Bereitschaft, unangenehme Wahrheiten offenzulegen, stehen heute im Gegensatz zu einer politischen Landschaft, die zunehmend von angepassten Persönlichkeiten dominiert wird. Die freiheitlich-bürgerliche Partei hat sich durch linksgrünen Opportunismus selbst zerstört – ein Schicksal, das Westerwelle bereits vor seinem Tod vorausgesehen hatte.